Was danach blieb
Als deine Stimme fehlte.
Mit deinem Abschied wurde der Klinikalltag für mich leer. Dein Lachen, deine Stimme, deine Hand und unsere gemeinsamen Momente fehlten mir. Ich hoffte jeden Tag, dass du vielleicht zu Besuch kommen würdest. Doch du kamst nicht zurück.
Ich zog mich zurück, wollte kaum noch essen, nicht reden und auch an den Ausflügen nicht mehr teilnehmen. Selbst die Ärzte erreichten mich kaum. In den Hinterhof, in dem wir uns zum ersten Mal begegnet waren, ging ich nicht mehr.
Noch drei Monate blieb ich dort, bevor ich zurück in die Tagesklinik kam. Aber auch danach fühlte sich vieles nicht mehr an wie früher. Selbst zu Hause war es anders. Ich brauchte Jahre, um mich wieder für etwas Neues zu öffnen.
Bis heute erinnere ich mich an unser erstes „Hey“, unsere Küsse an ganz besonderen Orten, die Freude beim Wiedersehen und den letzten Moment, in dem ich dich im Arm halten konnte. Ich weiß nicht, welchen Weg dein Leben genommen hat. Ich hoffe nur, dass es dir gut geht.
Nicht, weil mein Leben damals stehen geblieben ist. Sondern weil diese Zeit ein Teil meines Lebens geworden ist, den ich niemals vergessen werde.